BRS News Rind
Bundesregierung: Kein Fachkräftemangel im Agrarbereich
Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es in den nächsten Jahren einen Fachkräftemangel in der Berufsgruppe Landwirtschaft geben wird. Dabei beruft sie sich auf die Mittelfristprognose des Fachkräftemonitorings für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in dem bis zum Jahr 2027 keine Engpässe erwartet werden
, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/9328) auf eine Kleine Anfrage (20/9034) der AfD-Fraktion mit.
Ergebnisse von der Online-Fortbildung zu Ernährung und Nachhaltigkeit
Am Mittwoch, dem 8. November 2023 hatten die Gemeinschaft der milchwirtschaftlichen Landesvereinigungen (GML), die Initiative Milch und die LV Milch NRW zu einer Fortbildung für Ernährungsfachkräfte eingeladen. Etwa 70 Personen aus ganz Deutschland nahmen an der Online-Tagung teil.
Dr. Malte Rubach erläuterte die ökologischen Auswirkungen einer nachhaltigen Ernährungsweise mit dem Flächenverbrauch, der Frischwasserentnahme, der Klimawirkung und der Nährstoffversorgung. Dabei wies er insbesondere auf den Gesamtverbrauch hin, der durch den realen Lebensmittelverzehr in Deutschland verursacht wird.
Ablehnung pauschaler Pflanzenschutzverbote wird mehrheitlich begrüßt
Die Familienbetriebe Land und Forst (FABLF) haben mit großer Freude das Votum des EU-Parlaments gegen die Pläne zur Umsetzung von pauschalen und in weiten Teilen vollständigen Verboten von Pflanzenschutz aufgenommen. Die Abgeordneten hatten sich mehrheitlich gegen die Vorschläge zur EU-Verordnung über die Sustainable Use Regulation (SUR) ausgesprochen, die massive Eingriffe in die Bewirtschaftung zur Folge gehabt hätte. Das Scheitern der SUR ist ein Sieg der Vernunft! Diese Entscheidung ist die Grundlage, damit wir in der EU weiterhin regional nachhaltige Landwirtschaft betreiben und die Bevölkerung mit heimischen Lebensmitteln versorgen können
, sagte der Bundesvorsitzende der FABLF, Max von Elverfeldt. Ähnlich äußerten sich andere Berufsverbände in Europa. Der Industrieverband Agrar befürchtet einen Flickenteppich der Reduktionsprogramme beim Pflanzenschutz.
Onlineseminar: Wissen für die Praxis - Stoffwechsel- und Eutergesundheit am 27.11.2023
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Eine gute Stoffwechsel- und Eutergesundheit von Milchkühen ist unerlässlich und Basis für den betrieblichen Erfolg. Dabei haben beide Themen eine hohe wirtschaftliche und tierschutzrechtliche Relevanz. Schon kleine und kostengünstige Maßnahmen können große Effekte erzielen und zu einer stabilen Tiergesundheit beitragen.
Ein Onlineseminar der Initiative Gesundes Kalb | Gesunde Kuh will hierzu Wissen für die Praxis vermitteln. Das Seminar richtet sich an alle Milchkuhhalter, Tierärzte, Berater und alle, die sich für eine gesunde Milchkuh interessieren. Es findet am Montag, den 27. November 2023 von 13:00 bis 14:30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei nach Voranmeldung.
Programm:
- Dr. Peter Heimberg, Tiergesundheitsdienste, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen wird über wesentliche Bausteine für eine stabile Stoffwechselgesundheit vortragen.
- Prof. Dr. Volker Krömker, Professur für Produktion, Tierernährung und -gesundheit, Universität Kopenhagen wiederholt seinen Vortrag des erfolgreichen Auftaktes bei der EuroTier 2022 über wichtige Aspekte für eine stabile Eutergesundheit bei der Milchkuh.
USA: Universität veröffentlicht Strategien zur Reduzierung der Methanemissionen bei Wiederkäuern
Das kalifornische Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (CDFA), die Universität von Kalifornien, Davis' College für Agrar- und Umweltwissenschaften, und das CLEAR Center der UC Davis luden am 2./3. Mai 2023 zu einer Wissenschaftskonferenz mit mehr als 300 Experten ein, um Fütterungsstrategien zur Minderung der Methanemissionen bei Wiederkäuern vorzustellen und zu diskutieren. Jetzt wurde das Konferenzpaper veröffentlicht. Die Schlüsselbotschaften lassen sich so zusammenfassen:
Allianz für Regenerative Landwirtschaft auf Schloss Kirchberg gegründet
Die European Alliance of Regenerative Agriculture wurde am 17. November aus Schloss Kirchberg offiziell gegründet. Zwei Tage lang haben sich 50 Landwirte der regenerativen Landwirtschaft aus mehr als 20 Ländern in ganz Europa getroffen, um sich in einem Bündnis zur Koordination und politischen Interessenvertretung zu organisieren. EARA dient dazu, die Stimmen der landwirtschaftlichen Pioniere in den relevanten politischen Diskursen zur dringend notwendigen regenerativen Umgestaltung der Agrar- und Ernährungssysteme einzubringen.
Das Bündnis zielt darauf ab, die politische und wirtschaftliche Entscheidungsfindung in den EU-Mitgliedsstaaten sowie in den EU-Institutionen und Unternehmen zu lenken und zu verhindern, dass die industrielle Wirtschaft den Diskurs über die Definition einer regenerativen Landwirtschaft dominiert.
Informationen der EU-Kommission zur Blauzungenkrankheit
Auf der Homepage der EU-Kommission zur Blauzungenkrankheit wurden Regelungen zur Verbringung von Tieren vor dem Hintergrund des Blauzungengeschehens (Unter Movements within the EU
) veröffentlicht.
Zukunftsforum legt Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit
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Die Organisatoren des Zukunftsforums Landwirtschaft biegen mit den Vorbereitungen des Ereignisses am 22. November auf die Zielgerade ein. Ein Schwerpunkt wird Nachhaltigkeit in der Nutztierhaltung sein. Viele Unternehmen und Institutionen beschäftigen sich unabhängig voneinander mit den unterschiedlichsten Ansätzen zur Berechnung der entsprechenden Kennzahlen. Eine gemeinsame Vorgehensweise ist in diesem Bereich sinnvoll. Dazu wollen wir aufrufen. Der Start einer gemeinsamen Klimaplattform Fleisch
zur betriebsbezogenen Klimabilanzierung in der Tierhaltung und zum Aufzeigen der Verbesserungspotentiale soll Bestandteil einer konstruktiven Diskussion sein.
i.m.a auf der Grünen Woche 2024
Der information.medien.agrar e.V. (i.m.a) wird mit dem Wissenshof, zwei Schülerpressekonferenzen für Grund- und Oberschüler und einem Schülerpressegespräch sowie Mitmach-Aktionen auf der Grünen Woche vom 19. bis 28. Januar 2024 vertreten sein. Der Verein organisiert wieder das zentrale Angebot außerschulischer Bildungsarbeit zu Themen der Landwirtschaft auf dem ErlebnisBauernhof
in Halle 3.2.
Ceva-Blog: Q-Fieber und die wirtschaftlichen Auswirkungen von Coxiella burnetii bei Rindern
Q-Fieber ist eine Infektionserkrankung, die durch das kleine und äußerst ansteckende Bakterium Coxiella burnetii verursacht wird. Infizieren sich Rinder mit Coxiella burnetii, besteht die Gefahr einer schnellen Ausbreitung auf die ganze Herde. Ein neuer Beitrag des Ceva-Blogs für Rindergesundheit beschäftigt sich mit den klinischen Symptomen und den wirtschaftlichen Folgen der Krankheit.