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LKV Bayern präsentiert neues Magazin für Tierhalter in Bayern

Das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V. veröffentlicht drei Mal im Jahr ein Magazin für Tierhalter in Bayern. Die aktuelle Ausgabe 3.2022 umfasst die Themen Düngeverordnung leicht gemacht
; Interview mit dem bayerischen Staatsminister für Finanzen und Heimat
; Werkstudentin erarbeitet Beratungskonzept für Kälber- und Jungviehaufzucht
; AMS-Orientierungsberatung mit drei Generationen
; Zu Gast bei den bayerischen Milchhoheiten
; Fitnesstracking für die Kuh
; Schritt für Schritt zum Ringelschwanz
; Zukunftsplanung mit den b|u|s Unternehmertrainings
sowie Ulrike Müller – Zwischen Politik und Landwirtschaft
.
Mini-Sensoren gegen die Überdüngung von Böden
Laut einem Bericht der EU-Kommission sind über 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Böden in der Europäischen Union überdüngt. Ein geplantes EU-Gesetz und damit verbundene Düngevorgaben sollen die Bodenqualität verbessen, stellen Landwirtinnen und Landwirte aber vor weitere Herausforderungen. Schwankende Nährstoffwerte und aufwendige Laboranalysen machen es nahezu unmöglich, Bodendaten zeitnah zu ermitteln und die Bewirtschaftung daran anzupassen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) will daher ein Messgerät entwickeln, das rund um die Uhr zentrale Nährstoffwerte im Boden erfasst. Der Sensor soll Nitrat-, Ammonium- und Phosphatwerte direkt in der Erde messen und in Echtzeit auslesbar machen. Die EU fördert das Projekt Soilmonitor
im Rahmen eines Innovationsprogramms mit rund 2,5 Millionen Euro. Es ist Anfang November gestartet und auf drei Jahre angelegt.
Deutschland trägt 13 % zum Produktionswert der EU-Landwirtschaft bei
59 Milliarden Euro ist der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft für 2021. Nach Angaben der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung entspricht dies einer positiver Veränderung im Vergleich zu 2020 um drei Prozent. Der Produktionswert der pflanzlichen Produktion stieg um 8,2 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro. Der Wert der Tierproduktion erreicht mit 26 Milliarden Euro einen Rückgang im Vergleich zu Vorjahr um 2,5 Prozent.
Zusammenhang zwischen Proteinzufuhr und kognitivem Abbau bei älteren Menschen
Eine in China über einen Zeitraum von 9 Jahren durchgeführte Studie hat den Zusammenhang zwischen der Proteinaufnahme aus pflanzlichen und tierischen Quellen und dem kognitiven Verfall bei Menschen zwischen 55-93 Jahren untersucht. Bei den 3.083 Teilnehmern zeigte sich, dass eine höhere Aufnahme von tierischem Eiweiß mit einem geringeren Risiko für einen kognitiven Rückgang verbunden war. Die Autoren schlussfolgern, dass eine Erhöhung des Verzehrs tierischer Proteine in einer Bevölkerung mit pflanzlich dominierter Ernährung dazu beitragen kann, den kognitiven Abbau bei älteren Menschen zu senken.
Trends zur Tierhaltung auf der EuroTier 2022
top agrar (12.11.2022) - Prof. Dr. habil. Heinz Bernhardt war in der DLG-Neuheitenkommission und berichtet, was die Besucher der EuroTier nächste Woche in Hannover an spannenden Innovationen erwartet.
Biodiversität von Wiesen- und Weideflächen - Gewinn für Natur, Landwirtschaft und Tourismus

Ein internationales Forscherteam hat in einer langangelegten Studie nachgewiesen, wie wichtig die Biodiversität von Wiesenflächen für ein breites Spektrum von Ökosystemleistungen und unterschiedliche Interessengruppen ist, vom Tourismus bis zur Landwirtschaft. Im Rahmen der jetzt in der Zeitschrift Nature Ecology & Evolution
erschienenen Studie wurde zwischen 2006 und 2018 die Biodiversität landwirtschaftlich genutzter Wiesen- und Weideflächen untersucht. Dabei wurden insgesamt 16 verschiedene Ökosystemleistungen in den Blick genommen – von Futterqualität und Bestäubung über eine Vielzahl von Faktoren zur Bodenqualität wie Kohlenstoffspeicherung oder Grundwasserneubildung bis zu sogenannten kulturellen Ökosystemleistungen, die unser Naturerlebnis betreffen. Zum Beispiel die Möglichkeit zur Vogelbeobachtung – oder schlicht der wohltuende Anblick einer üppig blühenden Wiese.
Ställe der Zukunft: Gesamtbetriebliche Haltungskonzepte für Schwein, Rind und Geflügel
Mit vier bundesweit zusammengesetzten Expertengruppen aus dem Bereich Nutztierhaltung hat das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) Lösungsansätze zu zukunftsfähigen Haltungssystemen für Mastschweine, Sauen und Ferkel, Junghennen sowie für Milchkühe erarbeitet. Das Ergebnis sind vier umfangreiche Broschüren mit Gesamtbetrieblichen Haltungskonzepten (GHK), die die drei Säulen der Nachhaltigkeit – gesellschaftliche Ansprüche, Umweltwirkungen und Wirtschaftlichkeit – berücksichtigen.
Bund ermöglicht Auszahlung der Direktzahlungen noch vor Weihnachten
Aufgrund des russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ermöglicht der Bund eine Auszahlung der diesjährigen Direktzahlungen an die Landwirtinnen und Landwirte bereits vor Weihnachten 2022. Üblicherweise werden die Direktzahlungen für das Antragsjahr erst unmittelbar vor Silvester ausgezahlt. Die anfallenden Vorfinanzierungskosten für die zusätzlich entstehenden Zinsen werden vom Bund getragen.
Ein Jahr ASP in MV: Backhaus spricht von „trügerischer Ruhe“
Ein Jahr nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Mecklenburg-Vorpommern amtlich festgestellt wurde, sprach Umwelt- und Agrarminister Dr. Till Backhaus am 14.11. auf einer Pressekonferenz an seinem Dienstsitz in Schwerin von einer trügerischen Ruhe
. Er wies darauf hin, dass die ASP-Lage im Nachbarbundesland Brandenburg und auch in Sachsen weiterhin unübersichtlich sei. Auch der Infektionsdruck aus Westpolen sei nicht gebannt. In M-V sei aktuell nur der Landkreis Ludwigslust-Parchim von einem aktiven Seuchengeschehen betroffen. Dort konzentriere man sich derzeit auf Drückjagden, so der Minister. Leider müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir aufgrund der milden Temperaturen, der üppigen Vegetation und einem ausreichenden Nahrungsangebot, nur sehr schlecht an das Schwarzwild herankommen
, erklärte er weiter. So seien im Forstamt Kabrow Anfang November auf drei Drückjagden nur 28 Tiere erlegt worden. Finanzielle Unterstützung im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der ASP erhielten Betriebe aus MV über den Härtefallfonds und einem speziell aufgelegeten Herauskaufporgramm für Kleinsthaltungen. Insgesamt wurden so fast 11 Millionen Euro Hilfen an über 50 Schweinehalter im Land gezahlt.
Mobiles Lernlabor ökologische Schweinehaltung
Das landwirtschaftliche Bildungszentrum Echem hat im Rahmen des dreijährige Projekts Lernlabor ökologische Schweinehaltung
eine mobile Mitmach-Ausstellung über ökologische Schweinehaltung entwickelt. Schüler*innen, Lehrkräfte und Verbraucher*innen sollen damit im LBZ Echem, auf dem Schulhof, bei Messen, Festen oder Märkten für die Prozesse und Prinzipien einer ökologischen Landwirtschaft am Beispiel der Schweinehaltung sensibilisiert werden. In einem PKW-Anhänger werden sieben Exponaten zu verschiedenen Aspekten der Schweinehaltung vorgestellt. Die Besucher*innen können zum Beispiel die Bucht von Mastschweinen - je nach Haltungsform – nachbauen, einen Stall digital modernisieren oder verstehen, wie der Aufpreis für eine Biowurst entsteht.